Chronik

1978

 Gerhard Glavanits, Hans Dragschitz, Johann Dragschitz, Alfred Ferschin, Johannes GradtNach reiflicher Überlegung entwickelte sich zwischen Kpm. Johann Dragschitz sen. (Mitte) und dem Bassisten Gerhard Glavanits (ganz li.) aus wiederholten Gesprächen die Idee, eine Jugendmusikkapelle zu gründen, um für die Wulkaprodersdorfer Jugend eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu schaffen. In der Gemeinde übten schon einige Jugendliche die Tätigkeit des Musizierens aus und haben bereits 7 Jahre unter der Leitung von Kpm. Johann Dragschitz in der Blaskapelle Siegendorf-Klingenbach mitgewirkt. Sie haben besonders in der Konzertmusik ihre musikalischen Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt und ihre Mitarbeit bei der Gründung eines Musikvereines zugesagt.

Nachdem die Ortsbevölkerung über das Vorhaben informiert wurde, gründete man schließlich am 1. Juli 1978 im Gasthaus Rainer den Jugendmusikverein mit einem aktiven Musikerstand von 42 Musikschülern. In den darauffolgenden Tagen wurde mit dem Einzelunterricht begonnen. Folgende Personen stellten sich für diesen zur Verfügung: Kpm. Karl Türk, Johann Stagl, Hans Dragschitz, Gerhard Glavanits, Stefan Hoffmann und Kpm. Johann Dragschitz.

1979

In den darauffolgenden Tagen wurde mit dem Einzelunterricht begonnen. Folgende Personen stellten sich für diesen zur Verfügung: Kpm. Karl Türk, Johann Stagl, Hans Dragschitz, Gerhard Glavanits, Stefan Hoffmann und Kpm. Johann Dragschitz.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten große Begeisterung und viel Interesse für die neuen Instrumente und die neue Freizeitgestaltung. Sie erhielten wöchentlich zweimal eine halbe Stunde Einzelunterricht, der mangels eines Proberaumes in privaten Häusern abgehalten wurde. Im Juni 1979, nach einem Jahr der Unterweisung im Einzelunterricht, zu dem noch parallel musiktheoretischer Unterricht an insgesamt 26 Abenden, geleitet von Kpm. Johann Dragschitz, abgehalten wurde, versuchte man die Proben in Gruppen zu gestalten. Leichtes Notenmaterial wurde vorbereitet und vorerst einzeln, dann in Registern und später in Orchesterbesetzung gespielt. Um letzteres in die Tat umsetzen zu können, wurde durch Vermittlung des Herrn Bgm. Stefan Kain das „Sozialistische Jugendheim“ dem Jugendmusik­verein als Probelokal kostenlos zur Verfügung gestellt. Im November desselben Jahres übersiedelte die Kapelle in den Vereinsraum des neuerbauten Feuerwehrhauses.

1980

Da die musikalische Arbeit sehr intensiv war und auch in den Ferien keine Unterbrechung der Proben stattgefunden hatte, konnte das Orchester schon sehr bald ein anspruchs­volleres Repertoire an Musikstücken vorweisen. Schließlich war es am 6. Jänner 1980 dann soweit, dass der Jugendmusikverein zu seinem ersten öffentlichen Auftritt, dem 1. Neujahrskonzert, antreten konnte.

Einheitliche Kleidung und das disziplinierte Auftreten und Verhalten der Musiker auf der Bühne machte einen guten Eindruck auf die  Besucher und die Musiker fühlten sich durch den reichlichen Applaus für ihren Fleiß belohnt. In den darauf folgenden Jahren sind die Neujahrskonzerte für die Zuhörer eine liebgewonnene Tradition geworden.

Nach diesem gelungenen ersten Auftritt arbeiteten die jungen Musiker mit noch mehr Fleiß und Elan an ihrer musikalischen Perfektionität weiter. Sie nahmen in den Schulferien an Jungbläserseminaren und Fortbildungskursen teil. Das so erworbene Können stellten die jungen Musiker dann auch jährlich bei Konzertwertungsspielen unter Beweis.

1981

Am 4. April 1981 nahm der Jugendmusikverein an seinem 1. Wertungsspiel für Konzertmusik in Eisenstadt teil. In der Leistungsstufe A erreichte die Kapelle die Beurteilung „Mit gutem Erfolg“. Alljährlich hat sich die Kapelle dieser Bewertung gestellt und immer wieder gute Erfolge erreicht. Die Musiker nahmen immer wieder auch einzeln an den verschiedenen Prüfungen zum Leistungsabzeichen des Burgenländischen Blasmusikverbandes teil, die mit hohen musikalischen Anforderungen verbunden waren.  Eine solche Prüfung war für viele Musiker eine Herausforderung, sodass sie mit Stolz auf ihre Leistung blicken können.

 

1982

Ab 1982 konnte sich der Jugendmusikverein auch nach außen hin sehr schön präsentieren. Beim 3. Neujahrskonzert zeigten sich die Musiker in ihren neuen Trachtenanzügen. Die musikalischen Aktivitäten des Jugendmusikvereines waren in all diesen Jahren sehr umfangreich und vielseitig. Der Bogen reicht von leichter Unterhaltungsmusik bis zu anspruchsvoller Konzertmusik. Die Kapelle bestritt schon sehr bald anspruchsvolle Kurkonzerte in Bad Tatzmannsdorf, Sauerbrunn, Wien und Baden, verschönerte gottesdienstliche Veranstaltungen und hat zum Ansehen der Gemeinde beigetragen.

 

1985/1986

Der Jugendmusikverein besaß drei geprüfte Kapellmeister: Johann Dragschitz, Hans Dragschitz und Johann Stagl. Im Jahr 1985 übergab Kpm. Johann Dragschitz den Taktstock und die Führung der Kapelle in jüngere Hände, du zwar an Kpm. Johann Stagl. Am 13. April 1986 kam es erneut zu einem Wechsel. Hans Dragschitz wird mit der Leitung der Kapelle betraut, die er heute noch dirigiert.

 

 

Kapellmeister
1978 – 1985    Johann Dragschitz sen. (Ehrenkapellmeister)
1985 – 1986    Johann Stagl
seit 1986         Johann Dragschitz

Vereinsobmänner
1978 – 1986    Paul Pint
1986 – 1992    Gerhard Glavanits
1992 – 2002    Mag. Herbert Lang
2002 – 2016    Ing. Günther Glavanits
seit 2016         René Nabinger

Der Jugendmusikverein knüpft und pflegt auch rege Kontakte zu anderen Musikvereinen im In- und Ausland.

Auslandsaufenthalte
1987 Silz / Südtirol
1989 Waidhaus / Deutschland
1989 Kapuvar / Ungarn
1990 Imbsheim bei Strassbourg / Frankreich
2000 Pettendorf bei Regensburg / Deutschland

 

1998-2001 "Mia hob'n a Haus baut"

Am 23.3.98 wurde mit der Grundsteinlegung am Kinderspielplatz der sichtbare Startschuss für die Realisierung des bereits seit der Gründung gehegten Wunsches nach einem eigenen Musikerhaus gegeben. An diesem Tag wurde eine wasserdichte Edelstahlrolle mit verschiedenen vereinstypischen Gegen­ständen in einen ausgesparten „Schacht“ in der Boden­platte einbetoniert. Bei der am 25.10.98 stattgefundenen Gleichenfeier konnte sich die Ortsbevölkerung über den raschen Baufortschritt  überzeugen. Am 30.9.01 wurde die feierliche Eröffnung mit der Segnung des Musikerhauses durchgeführt. Anschließend konnten beim „Tag der offenen Tür“ die zahlreich erschienenen Besucher das neue Zuhause des Vereines besichtigen.

Während der 3,5-jährigen Bauzeit wurden rund 6.500 freiwillige Arbeitsstunden von Musikern, Vorstandsmitgliedern, Freunden und Gönnern geleistet. Diese Stunden wurden hauptsächlich an den Wochenenden erbracht, wobei hier keine Zeitaufwendungen für die Verpflegung der Arbeiter, für Besprechungen mit Lieferanten, Detailabstimmungen und des weiteren beinhaltet sind. In dieser langen Zeit gab es Gott sei Dank keine Arbeitsunfälle mit Verletzten.

Das ca. 400m² große, zweigeschossige Musikerhaus verfügt über einen großen Proberaum, 2 Aufenthalts- bzw. Sitzungsräume, Abstellräume (Noten, Instrumente, Bekleidung, ...), ein Büro, ein Bad, WC- Anlagen und eine Küche.

 

Danke allen, die uns bei der Errichtung des Musikerhauses unterstützt haben und auch weiterhin bei Arbeiten der Instandhaltung behilflich sind.

 

2013

Anlässlich unseres 35-jährigen Bestandsjubiläums haben wir uns neu eingekleidet. Die alte Uniform war mehr als 30 Jahre im Einsatz und zeigte bereits vermehrt Verschleißspuren. Mit der Fa. Koller aus Ried i. Innkreis haben wir ein traditionsreiches aber dennoch modernes Unternehmen gefunden, das unsere Ideen mit stofflichen Akzenten und Accessoires (z.B. Knöpfe mit dem Burgenland Wappen) gekonnt umsetzen konnte. Dabei behielten wir die bewährten Farben Rot und Grün, durch die wir nicht nur bei diversen Musikertreffen im Burgenland schon von Weitem eindeutig erkennbar sind.

 

Wertungsspiele

Seit 1981 nimmt der Jugendmusikverein an Wertungsspielen für Konztert- und Marschmusik teil. Wertungsspiele beurteilen Momentaufnahmen über den musikalischen und optischen Leistungsgrad einer Kapelle. Intensive Vorbereitungsarbeit und starke Nerven sind gefragt, wenn eine Fachjury die Augen und Ohren auf unsere Darbietungen richtet.

Für die dreimalige ununterbrochene Teilnahme an Wertungsspielen wird der „Ehrenpreis des Landeshauptmannes“ verliehen.
Der Jugendmusikverein erhielt diesen
- für Konzertwertung in den Jahren 1992, 1995, 1998, 2001, 2004, 2007
- für Marschwertung in den Jahren 1990, 1993, 1996

 

Jahr

Konzertmusik
Stufe / Erfolg

Marschmusik
Stufe / Erfolg

2017

B / ausgezeichnet

 

2016

B / sehr gut

-

2015

-

-

2014

B / ausgezeichnet

-

2013

-

-

2012

B / ausgezeichnet

-

2011

B / ausgezeichnet

-

2010

B / sehr gut

-

2009

B / sehr gut

-

2008

B / sehr gut

B / sehr gut

2007

B / sehr gut

-

2006

B / ausgezeichnet

C / ausgezeichnet

2005

C / ausgezeichnet

C / ausgezeichnet

2004

B / ausgezeichnet

-

2003

B / ausgezeichnet

-

2002

B / sehr gut

D / sehr gut

2001

B / ausgezeichnet

-

2000

B / sehr gut

-

1999

B / sehr gut

C / ausgezeichnet

1998

B / sehr gut

-

1997

B / sehr gut

-

1996

C / gut

-

1995

B / ausgezeichnet

D / sehr gut

1994

B / sehr gut

A / ausgezeichnet

1993

B / ausgezeichnet

D / ausgezeichnet

1992

B / sehr gut

D / sehr gut

1991

B / ausgezeichnet

D / ausgezeichnet

1990

B / ausgezeichnet

D / ausgezeichnet

1989

B / sehr gut

C / sehr gut

1988

-

B / ausgezeichnet

1987

B / sehr gut

B / gut

1986

B / mit Erfolg

-

1985

A / sehr gut

-

1984

A / gut

-

1983

A / sehr gut

-

1982

A / sehr gut

-

1981

A / gut

-

 

 

Inzwischen ist der Jugendmusikverein zu einem der wichtigsten Kulturträger der Gemeinde herangewachsen, der neben den eigenen Konzerten und Veranstaltungen auch bei der Verschönerung von Gemeinde- und Kirchenfesten mitwirkt. Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeigt große nicht nur musikalische Erfolge. Um dies alles zu erreichen, hat sich jeder einzelne bemüht, sein Bestes zu geben. Jeder einzelne verzichtet dabei auf viel Freizeit und andere schöne Dinge zum Wohle und zur Freude für die Allgemeinheit.

 

Der Jugendmusikverein konnte das alles aber nur mit der Unterstützung der Musikereltern, der Vorstandsmitglieder, der Gemeinde Wulkaprodersdorf, mit der Hilfe der unterstützenden Mitglieder und aller Blasmusikfreunde erreichen. Wir danken an dieser Stelle recht herzlich.

Wir werden auch weiterhin bestrebt sein, die Mitmenschen mit Musik zu erfreuen und somanche Veranstaltung zu verschönern.

 

Auszüge aus den Festschriften:
10 Jahre Jugendmusikverein Wulkaprodersdorf – Ehrenkpm. Johann Dragschitz (1988)
25 Jahre Jugendmusikverein Wulkaprodersdorf – Sabine Hoffmann (2003)